Anatevka - Neue Halle, neues Glück

Erneut geht es los. Nachdem es uns ja im April erfolgreich gelungen war das Bürgerhaus Ostheim in Grund und Boden zu spielen stand am vergangenen Wochenende die Willi-Salzmann-Halle in Windecken auf der Liste, wenn auch erstmal nur für die Generalprobe. Sonntag Morgen um 0900h war ich an der Halle. Ich muss doch vollkommen meschugge sein um an einem Sonntag, noch dazu dem letzten Tag meines Urlaubs um Acht Uhr aus dem Bett zu kriechen.!!!Gefühlt hab ich mich jedenfalls so. Kaum war die Halle offen kamen auch schon die ersten Leute, unter anderem auch die "Chefin", die gleich einen ganzen Haufen frischer Croissants dabei hatte. Als dann kurz darauf noch mehrere Kaffeekannen samt Inhalt und Besitzer in die Halle wanderten war der Tag auch schon gerettet.
Die Halle selbst stammt augenscheinlich aus den späten 70ern oder frühen 80ern und hätte, wie die meisten Musiker aus der Zeit, dringend eine gründliche Runderneuerung nötig. Die Halle selbst ist in Warmen Gelbtönen und Holzvertäfelung gehalten und wirkt ganz gemütlich. Der Flur zu den Garderoben jedoch zeigt typische 1980er-Behörden-Architektur. Die Garderoben sind komplett mit dunklen glasierten Fliesen a la "Gelsenkirchener Barock" gehalten und der Flur als solcher "glänzt" mit in dunklem Erbsensuppengrün und grauen Keramikfliesen. Wie bei vielen Bauten aus dieser Zeit hat man auch bei der Willi-Salzmann-Halle natürliches Licht als mindestens genau so großen Feind betrachte wie die Sowjetischen Truppen in der DDR. Dementsprechend stammt das meiste Licht von Neonröhren, und die Skylights im Backstagebereich haben auch eher Alibi-Funktion. Jeder Bundeswehr-Uffz. würde sich sofort wie zuhause fühlen! Aufgrund dieser Lichtverhältnisse sind die Bilder meiner Kamera entsprechend katastrophal. Die Fujifilm z100fd ist halt nicht für Solche Verhältnisse ausgelegt. 
Die Bühne allerdings, holla die Waldfee!! Die ist riesig. Gut das mein Handy 'nen eingebauten GPS-Sensor hat sonst könnte man sich auf dem Ding glatt noch verlaufen. Und vom Raum her ist auch der Backstage-Bereich größer. Leider ist die Bühne nur von einer Seite zugänglich, aber auch damit werden wir klar kommen.
Aber zurück zur Probe. Während die Ausstattung in der Halle langsam Form annahm brach draußen das Wetter entgültig zusammen. Einige der Später kommenden Darsteller, Sänger oder Musiker hatten eine frappierende Ähnlichkeit mit einem begossenen Pudel.Leider hatte dieses Wetter, zusammen mit der Tatsache das es Vatertag war, zur Folge das die Probe mehr als schlecht besucht war. Gerade beim Chor und Ballett war ein Massiver Personalschwund zu beobachten. Na ja, was soll's, die wichtigsten Leute (Ich, Solisten) waren ja da. Also rauf auf die Bühne. Ich will nur soviel sagen, die Probe hat sich gezogen wie Kaugummi!!! Man hat den Wetterumschwung gespürt. Deswegen lass ich mal wieder Bilder sprechen. Aber wie gesagt, die Bildqualität ist unter aller Sau!




Morgens, halb zehn in Nidderau: Ohne Kaffee und Croissants geht hier nix.



Hat irgendwer eine Ahnung wo wir heute anfangen sollen? - Die "Abteilungsleiter" bei der Morgendlichen Besprechung.



 Organisiertes (???) Chaos...



Sonntagsauslieferung ohne Aufpreis: Da sollte sich DHL mal ein Vorbild nehmen...



Ein Kreuz, jeder nur ein.... ach nee, das war ja ein anderes Projekt. Hier sind's Milchkannen.



Auswirkungen der letzten Nacht???



Und täglich grüßt die Traumszene....Ich kann sie nicht mehr sehen!!!!!!



Auch Kulissen müssen renoviert werden. Vier Aufführungen und unzählige Proben gehen nicht ohne Spuren an der Ausrüstung vorbei. Meine Wachen sorgen schon dafür!



"Mission Control"



Hier wird das Mittagessen noch selbst zubereitet!!



Oder auch nicht - Essen auf Rädern!



Will sie mit dem Besen den Hof fegen oder irgendwo hin fliegen?



 Wenn man die Rechnung ohne den (Bühnen)-Wirt macht muss schon mal die Choreographin dran glauben.


Soviel zur Probe am Vatertag. Am 15.05. und 16.05 standen dann die letzten Aufführungen an. Der Bericht mit einem Lachenden und einem Weinenden Auge wird in kürze folgen. 

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