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Deutschland - Was stimmt mit dir nicht?

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Kurzer Hinweis in eigener Sache. Dieser Post wurde Ende 2021 geschrieben, im Schatten der Bundestagswahl. Der Russisch-Ukrainische Krieg war da in seiner heutigen Form noch nicht absehbar und wird daher hier auch nicht behandelt. Ich bin am überlegen, einen eigenen Post zu dem Thema zu verfassen, aber ganz offen, ich weiß nicht, ob ich den schreiben kann ohne meinen Laptop oder mein iPad vor lauter Frust aus dem Fenster zu schmeißen! Mittlerweile ist es fast zehn Jahre her, seitdem ich Deutschland verlassen habe, um mein Glück in Irland zu suchen. Zu behaupten, dass sich mein Leben dadurch grundlegend verändert hat, wäre leicht untertrieben. Auch wenn die Zeit nicht immer einfach war, gerade Apple fällt mir in diesem Zusammenhang sofort ein, so habe ich mich hier in Irland auf eine Art weiterentwickeln können, die in Deutschland aus verschiedenen Gründen gar nicht möglich gewesen wäre. Alleine schon meine Karrierewechsel der letzten Jahre, vom Kundendienst über den Vertrieb bis hin zum...

Abwahl von Trump - Kein Grund zum Jubeln

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Vor etwas weniger als vier Jahren, einen Monat nach der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident, habe ich einen Artikel geschrieben , in dem ich mich nicht nur über die Gegenaufklärung ausgelassen habe, die durch Donald Trump repräsentiert wird, sondern auch vor einer zu großen Hochnäsigkeit und Arroganz gegenüber den USA gewarnt, da wir hier in Europa eine ebenso starke Rebellion gegen Wissen, Wissenschaft und Aufklärung beobachten konnte. Jetzt, wo sich die Ära Trump nach dem augenscheinlichen Wahlsieg seines demokratischen Herausforderers Joe Biden dem Ende zu neigen scheint, erhebt sich hier auf unserer Seite des Atlantiks wieder eine Welle der süffisanten Genugtuung und selbstverliebten Gehässigkeit, während in den USA verständlicherweise vielerorts Freude und Erleichterung durchbrechen. Ich kann weder die Gehässigkeit hier in Europa noch die Freude und Erleichterung in den USA teilen. Versteht mich nicht falsch, ich sehe mich nach wie vor in vielen Punkten als linksliber...

Planlos im All - Altmaierchens Weltraumirrfahrt

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Für eine Regierung, die vornehmlich gegen jegliche Drogenlegalisierung ist, scheint man in Berlin aber richtig guten Stoff zu rauchen. Anders sind einige Vorschläge und Vorhaben der Großen Koalition nicht zu erklären. Gerade heute morgen hat Peter Altmaier, seines Zeichens Wirtschaftsminister bei GroKo Haram, verlautbaren lassen, dass der die Forderung des BDI nach einem eigenen Weltraumbahnhof in Deutschland prüfen zu lassen. Echt jetzt? Die Idee ist derart idiotisch, die hätte glatt aus einem Donald-Trump-Tweet stammen können. Allein schon die Tatsache, dass der Bund der Deutschen Industrie so eine Idiotie überhaupt von sich gibt erklärt, warum Deutschland technologisch immer weiter zurückfällt. Okay, zugegeben, Deutschland ist ein Hochtechnologieland, und kann so ein Vorhaben technisch ohne Schwierigkeiten meistern, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Trotzdem, haben die Typen Lack gesoffen? Okay Thomas, ganz tief durchatmen. Gehen wir das ganze mal Stück für Stück dur...

Aus für die CeBIT - Ein Armutszeugnis für Deutschland!

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Die CeBIT wird also eingestellt. So überraschend diese Meldung war, als sie letzte Woche durch den Blätterwald geisterte, so unausweichlich erscheint die Einstellung im Nachhinein. Die Messe litt seit Jahren an einem rasanten Besucher-, und Ausstellungsschwund, und die diversen Rettungsversuche der Veranstalter schienen in ihrer Verzweiflung vor allem geeignet, eben jene Besucher und Aussteller einem nach dem anderen zu vergraulen. Hinzu kamen Änderungen in der IT-Landschaft als solche, die eine allgemeine Messe wie die CeBIT immer mehr unter Druck setzten. Bereiche wie das Gaming oder Mobilfunk, die früher ein integraler Bestandteil der Messe waren, haben mittlerweile mit Events wie der Gamescom oder E3 für Gamer, oder dem MWC in Barcelona für Smartphones ihr eigenes Zuhause gefunden, während Unternehmen wie Google, Apple, etc. lieber auf ihre eigenen Hausmessen setzen, wie die WWDC oder Google I/O. Diese Hallen werden sich 2019 nicht erneut für Besucher öffnen In dieser Hins...

EUnbrauchbar - Gedanken zur "Digitalpolitik" der Europäischen Union, Teil 4

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Willkommen zum vierten und letzten Teil meiner Artikelreihe zum Versagen der Digitalpolitik der EU. Im vorherigen Teil habe ich etwas genauer beleuchtet, wie die Bedingungen für Startups in Europa deutlich verbessert werden können. Das schwierigste habe ich mir  für den Schluss aufgehoben, nämlich die Mentalität, die nötig ist, um eine echte Startup-Kultur auf die Beine zu stellen, und so ein dringend nötiges Gegengewicht zu den USA zu bilden. Der letzte Punkt ist der wichtigste, aber gleichzeitig auch der schwierigste. Es muss nämlich endlich ein Umdenken stattfinden. Das Internet, die "digitale Revolution" um es mal etwas hochtrabend zu bezeichnen, sind Fakten, und lassen sich nicht mehr wegargumentieren, oder ignorieren. Man sollte daher aufhören, sich mit fadenscheinigen Argumenten dieser Entwicklung zu verschließen, oder herablassend über diejenigen zu lästern, die sich aktiv auf selbige einstellen. Hierbei sind sowohl die Politik, als auch die Bürger Europas gefragt...

EUnbrauchbar - Gedanken zur "Digitalpolitik" der Europäischen Union, Teil 3

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Willkommen zum dritten Teil meiner Artikelreihe über die "mangelhafte" Politik der Europäischen Union im digitalen Bereich. Im vorherigen Teil hatte ich ich mir die Bedingungen angeschaut, die zur Entstehung des Silicon Valley und der dort beheimateten Firmen geführt haben. In diesem Teil mache ich mir Gedanken darüber, was für Infrastrukturelle Maßnahmen erforderlich sind, um hier in Europa flächendeckend eine Startup-Kultur auf die Beine zu stellen. Wie kann man da jetzt vorgehen? Nun, im Endeffekt hängt alles am Geld. Gerade in der Anfangsphase, wenn aus einem Gründer und einer Idee mehr wird, als nur eine Powerpoint-Präsentation, sind Startups auf jede Menge Geld angewiesen, sei es für Marktforschung, rechtlichen Beistand bei der Unternehmensgründung und dem Festlegen der besten Unternehmensform, und dem anheuern der ersten Mitarbeiter. Dies ist allerdings, auch im Jahr 9 nach der Bankenkrise, nicht wirklich leicht zu bekommen, wenn man nicht gerade einen iPhone-Kille...

EUnbrauchbar - Gedanken zur "Digitalpolitik" der Europäischen Union, Teil 2

Willkommen zum zweiten Teil dieser Artikelreihe. Im ersten Teil habe ich dargelegt, wie Europa in meinen Augen dabei versagt, ein wirksames Gegengewicht zu den großen US-Internetkonzernen auf die Beine zu stellen, und wie europäische IT-Projekte immer wieder zu ergonomischen Rohrkrepierern werden, da man Experimenten generell eher abgeneigt ist. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt, und dieser hat tatsächlich etwas mit der Herkunft der großen Internetgiganten zu tun. In den 1960ern und 1970ern kamen am südlichen Ende der Bucht von San Francisco, um die Stadt San Jose, eine ganze Reihe von wichtigen Faktoren zusammen. Das kalifornische Schulsystem war lange Jahre eines der besten der USA, Berkeley und CalTech, zwei der besten Hochschulen der USA waren ganz in der Nähe, und Forschungseinrichtungen wie das Ames Research Center der NASA, oder das Jet Propulsion Laboratory taten ihr übriges, um ein hohes Bildungsniveau in der Region zu gewährleisten. Gleichzeitig gilt die Westküste...

EUnbrauchbar - Gedanken zur "Digitalpolitik" der Europäischen Union, Teil 1

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Kinners, man hat es echt nicht leicht mit Europa. Und ich meine damit mal nicht Spaltpilze wie Marine "Je m'apelle Adolf" Le Pen, H.C. "Alpen-GröFaz" Strache und andere Idioten. Dieses mal rede ich von einem hausgemachten Problem. Es geht nämlich darum, dass Europa, vor allem die großen Kernländer Europas, im IT-Bereich immer mehr zurückfallen. Der Markt wird längst, mit einigen Ausnahmen, von US-Konzernen dominiert. Egal ob Hardware, Betriebssysteme, oder Anwendungen, praktisch alle ernstzunehmenden Marktteilnehmer stammen aus den USA. Und ja, die EU-Kommission hat schon recht, wenn sie dies als potentielles Problem ansieht. Der aktuelle politische Amoklauf des Trump-Regimes zeigt dies ganz deutlich. Und ja, mir wäre es, obwohl ich mein MacBook nach wie vor sehr gerne nutze, lieber, wenn es zwischen Windows und MacOS noch weitere alternative Betriebssysteme gäbe. Damit meine ich wohlgemerkt nicht irgendwelche heillos zersplitterten Linux-Distris, deren Communi...

Die Gegen-Aufklärung - Der Trump-Effekt und der Kampf gegen die Intelligenz

Nun ist es mittlerweile fast einen Monat her, dass ein gewisser Donald J. Trump in Washington seinen Amtseid abgelegt hat. Was seitdem geschehen ist, lässt sich am besten mit dem Wort erschreckend bezeichnen. Umweltschutzbehörden und Nationalparks werden mundtot gemacht, Menschen allein aufgrund ihrer Religion an der Anreise gehindert, selbst wenn gültige Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen vorliegen, übrigens im direkten Widerspruch zum 1. Zusatz zur US-Verfassung, das Justizministerium wird kurzerhand kastriert, und Verschwörungstheoretiker haben auf einmal Schlüsselpositionen in der US-Regierung inne. Was hier im Namen von "Make America Great Again" stattfindet, ist nichts weiter als die zielstrebige Demontage all jener Tugenden, welche die USA einst groß gemacht haben. Dass aus Europa außer Luftblasen nichts kommt, ist mittlerweile nichts neues mehr, dass die britische Premierministerin mit völliger Verachtung ihrer eigenen muslimischen Mitbürger der neuen US-Regierung de...

Ein feindseliger Akt - Gedanken zum "Urteil" der EU-Kommission im Fall Apple

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Ich werde mit mit diesem Artikel mit Sicherheit keine Freunde machen, vor allem nicht unter den selbsternannten Intellektuellen, aber das ist mir gerade einmal so was von egal. Worum es geht? Um das “Urteil” der Europäischen Kommission vom 3. September 2016, dass Apple angeblich illegale Steuervorteile in Irland genutzt hätte, um über einen Zeitraum von 20 Jahren Unternehmenssteuern in Höhe von 13 Milliarden Euro zu unterschlagen. Ich muss wohl nicht erwähnen, wie die Horden von Apple-Bashern, Pseudo-Intellektuellen, “Linken”, etc. auf diese Urteil reagiert haben. Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen könnte bei der Verlogenheit und, so viel sei schon mal vorweg gesagt, unterstütze die Pläne der Regierung um Enda Kenny und von Apple, gegen dieses Urteil vorzugehen. Es ist in meinen Augen ungerecht, von der rechtlichen Grundlage her fragwürdig, und greift das wirtschaftliche Fundament Irlands in einer Art an, dass man hier schon von einem feindseligen Akt sprechen kann! Sta...