Gedanken zum Osteraufstand 1916 - Ein weiter Weg hinter uns, ein noch weiterer vor uns
All changed, changed utterly - A terrible beauty is born. Besser als mit den Worten des Dichters William Butler Yeats kann man die Geburt Irlands nicht beschreiben. Dieses Land, das heute als Symbol für einen erfolgreichen Friedensprozess steht, wurde in einem Wirbel aus Blut, Tränen, Hass und Leid geboren, dessen Schatten bis in unsere Tage reichen. Die Osterproklamation, jenes fast schon mystisch betrachtete Dokument, auf das sich die Republik Irland bis heute beruft, ist bis heute nicht ganz erfüllt, noch immer sind gleiche Bürgerrechte für Männer und Frauen nicht erreicht, verhindert der 8. Zusatz zur Irischen Verfassung das Frauen frei über ihren Körper entscheiden können. Ich hatte mich ja schon in einem früheren Blogartikel über die Verlogenheit der Heldenverehrung im Zusammenhang mit dem Osteraufstand geschrieben. Und doch hat sich seit jenem Artikel vom 20. September etwas geändert. Die Art, wie mit dem Easter Rising umgegangen, darüber gesprochen wurde, ha...