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Deutschland und das Home Office

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Hach ja. Deutschland und die Digitalisierung – Ein Trauerspiel vor dem Herrn. Ich hab mich ja schon des Öfteren zu diesem Thema ausgelassen, aber gerade jetzt, in Zeiten von COVID-19, kocht die ganze Thematik wieder verstärkt hoch, da aufgrund von Social-Distancing-Maßnahmen ein beträchtlicher Anteil von Arbeitnehmern gezwungen ist, von zuhause aus zu arbeiten. Ich bin selbst ebenfalls davon betroffen, und arbeite seit dem 13. März im Home-Office, seit dem Beginn des Lockdowns hier in Irland.  Nun ist der Wechsel ins Home-Office nicht unbedingt immer leicht. Ich selbst habe insoweit einen Vorteil, als dass ich von Anfang an darauf bestanden habe, in meiner Wohnung einen Arbeitsbereich zu haben, hauptsächlich aufgrund meiner Aktivitäten als Blogger und YouTuber. Insofern war es bei mir relativ leicht, auf Heimarbeit umzusteigen. Ich musste im Endeffekt nur mein MacBook aus seinem Ständer entfernen und den Arbeitslaptop an seine Stelle packen, und ich konnte loslegen. Für viele Kollegen …

Wird auch Zeit! - Endlich ein Update für blogger.com

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Wunder gescheh’n. Ich hab’s geseh’n. Okay, ich geb zu, dass diese Eröffnung etwas sehr sarkastisch ist. Andererseits ist Sarkasmus einfach wie eine zweite Muttersprache für mich, das kommt mit der Lebenserfahrung, und in diesem speziellen Fall auch mit der Erfahrung als Blogger. Als ich 2009 mit dem bloggen angefangen habe, war blogger.com meine Plattform der Wahl, da sie ein Rundum-Sorglos-Paket darstellte. Hosting, Editor, SEO, sogar die Möglichkeit der Momentarisierung war gegeben. Was will man als angehender Blogger mehr? Und so nahm dann das „Unheil“ seinen Lauf. Jetzt, im Jahr 2020, laufen meine mittlerweile zwei Blogs beide nach wie vor auf blogger.com.


Was hat das jetzt mit einem Wunder zu tun? Abgesehen davon, dass sich einige vielleicht wundern, warum dieses Blog immer noch Leser findet? Nun, in den Jahren seitdem mein Blog das Licht des Internet erblickte, hat sich Google, oder jetzt Alphabet, bei der Unterstützung von blogger.com nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Das letz…

Ein Artikel, zwei Welten

Als Blogger ist man manchmal einfach eine faule Sau. Okay, zugegeben, das ist schon etwas sehr überspitzt. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Recherchen für den vor kurzem erschienenen Blogpost zum Thema eBooks und Selbstverlag deutlich ergiebiger waren, als ich gedacht hatte. Nicht im Zusammenhang mit der Materie an sich, sondern eher mit den Ressourcen, die ich auftreiben konnte. Man könnte hier glatt von einer Geschichte zweier Wikipedia-Artikel sprechen, wenn man etwas plagiaristisch veranlagt ist. Nun weiß ich sehr wohl, dass Wikipedia als Quelle mit Vorsicht zu genießen ist. Ich betrachte die jeweiligen Wiki-Seiten daher auch eher als Überblick und allgemeine Portale zu einem gewissen Thema, anstelle mich voll und ganz darauf zu verlassen. So bin ich daher auch an das Thema Self Publishing herangegangen. Mein erster Anlaufpunkt war dabei die englische Wikipedia, einfach weil mir das Wort Selbstverlag auf Tod und Teufel nicht eingefallen ist. Die Wiki-Seite war da…

eBooks & Selbstverlag - Gutenberg 2.0?

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Als Blogger sieht man sich ja gerne als Speerspitze der modernen Selbstdarstellung, ob dies berechtigt ist, sei jedem selbst überlassen. Es wäre allerdings unfair und vermessen, Blogs als einziges derartiges Medium darzustellen. Gerade in den letzten Jahren ist ein weiteres Medium in dieser Hinsicht geradezu explodiert, nämlich das eBook.  Hä? mag sich jetzt der eine oder andere fragen, das ist doch nichts anderes als der Papierbuchhandel nur in elektronischer Form. Nicht ganz. Zugegeben, eBooks von klassischen Verlagen sind durchaus wichtig, und vor allem massive Umsatzbringer, ich selbst habe da auch schon zugeschlagen. Der revolutionäre Aspekt dieses Mediums ist jedoch die Möglichkeit des Selbstverlags. Dies bedeutet nichts Geringeres, als dass es Autoren jetzt möglich ist, die üblichen Strukturen des Verlagswesens, also Agenten, Verleger, und den stationären Buchhandel zu umgehen, und die Bücher direkt dem Kunden anzubieten.

Dies ist zugegebenermaßen nicht neu, sondern fast so al…

Planlos im All - Altmaierchens Weltraumirrfahrt

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Für eine Regierung, die vornehmlich gegen jegliche Drogenlegalisierung ist, scheint man in Berlin aber richtig guten Stoff zu rauchen. Anders sind einige Vorschläge und Vorhaben der Großen Koalition nicht zu erklären. Gerade heute morgen hat Peter Altmaier, seines Zeichens Wirtschaftsminister bei GroKo Haram, verlautbaren lassen, dass der die Forderung des BDI nach einem eigenen Weltraumbahnhof in Deutschland prüfen zu lassen. Echt jetzt? Die Idee ist derart idiotisch, die hätte glatt aus einem Donald-Trump-Tweet stammen können. Allein schon die Tatsache, dass der Bund der Deutschen Industrie so eine Idiotie überhaupt von sich gibt erklärt, warum Deutschland technologisch immer weiter zurückfällt. Okay, zugegeben, Deutschland ist ein Hochtechnologieland, und kann so ein Vorhaben technisch ohne Schwierigkeiten meistern, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Trotzdem, haben die Typen Lack gesoffen? Okay Thomas, ganz tief durchatmen. Gehen wir das ganze mal Stück für Stück durch. Wi…

Open Source - Eine Kritische Perspektive

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Open Source – Ein Begriff der genauso gut ein Glaubensbekenntnis oder eine Kriegserklärung sein könnte. Das Prinzip von “offener”, also nicht durch Urheberrechte oder Patente eingeschränkter Software oder Technologie ist verlockend, und ich habe selbst lange Zeit Open-Source-Lösungen genutzt. Allerdings ist hier, wie so oft, nicht alles Gold was glänzt, und ich bin mittlerweile von der Überzeugung abgekommen, Open Source als Allheilmittel zu sehen. In dem Artikel werde ich mich mit dieser Thematik etwas genauer auseinandersetzen. Leider ist in diesem Bereich längst nicht alles Gold, was glänzt. Versteht mich nicht falsch, Open Source hat einen Platz in der modernen IT-Landschaft, und ich betrachte die Aussage eines gewissen Steve Ballmer, der Open Source mit einem Krebsgeschwür verglichen hat, als genau so idiotisch wie geschmacklos. Was ist jetzt Open Source genau? Nun, laut der heiligen Wikipedia (ja, ich weiß, nicht die beste Quelle!) handelt es sich dabei um nichts anderes als um S…

Zehn Jahre Thomil's Meinungsbude

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Zehn Jahre. Zehn Jahre bin ich nun schon am bloggen. Wenn mir jemand an jenem 12. September 2009 gesagt hätte, dass ich das ganze so lange durchhalten würde, ich hätte ihn vermutlich ausgelacht. Es war damals einfach eine Idee, um meine Liebe zum schreiben ausleben zu können. Und ganz offen, die ersten Artikel, im ursprünglichen Design meines Blogs, waren grenzwertig. Aber wie so oft, macht Übung den Meister, und nun bin ich hier. Okay, fairerweise muss ich zugeben, dass ich diesen Artikel ein paar Tage vor dem eigentlichen Jubiläum schreibe, aber es ist nicht so, als ob sich dieser Zeitpunkt in den letzten Wochen nicht zusehends abgezeichnet hätte. Wenn ich so auf die letzten zehn Jahre zurückblicke, dann ist es erstaunlich, wie viel sich seitdem verändert hat. Als ich mit diesem Blog anfing, hatte ich gerade meinen ersten unbefristeten Job an Land gezogen. Mittlerweile bekomme ich deutlich mehr als ich mir jemals hätte träumen lassen. Das soll nicht heißen, dass es nicht noch etwas…

Lebenszeichen die zweite!

Heilige Scheiße, so viel zum Thema “mein Blog lebt noch” Ich muss aber ganz offen zugeben, dass die letzten Monate etwas stressiger waren als erwartet. Der neue Job ist anstrengender als erwartet, und auch die Arbeitszeiten sind mittlerweile deutlich länger. Das soll nicht heißen, dass es keinen Spaß macht, ganz im Gegenteil, aber momentan bin ich halt einfach im Eimer, wenn ich zuhause ankomme. Abendbrot und etwas Fernsehen, Gaming, oder YouTube sind da oftmals das höchste der Gefühle, und ich muss hier ganz offen gesagt meinen Job in den Vordergrund stellen, da er nun einmal einfach die Rechnungen bezahlt. Das soll nicht heißen, dass ich dieses Blog benachteiligen werde, erst recht nicht, wo nächsten Monat das zehnjährige Jubiläum ansteht, was natürlich mit einem Artikel gefeiert warden muss. Ich musste nur andere Prioritäten setzen. Dies hat nicht zuletzt auch damit zu tun, dass ich auf jeden Fall einen weiteren Burnout vermeiden möchte, und daher nehme ich mittlerweile einfach de…

Auf den Schwingen der Harfe - Irland als Luftfahrtnation

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Von all den Dingen, die man mit Irland verbindet, dürfte die Luftfahrt wohl eines der unerwartetsten sein. Dies ist zunächst auch verständlich, schließlich gibt es keine großen Flugzeughersteller in Irland, die Luftwaffe, Air Corps genannt, ist wenig mehr als ein schlechter Witz, und die Fluggesellschaften, die auf der grünen Insel beheimatet sind machen, mit Ausnahme von Aer Lingus, auch keinen Aufwasch um ihre Herkunft. Jedoch wäre es vermessen, zu behaupten, das Irland einfach nur ein unbedeutender Nebenschauplatz der Weltluftfahrt ist. Noch vor der Gründung des Irischen Freistaates spielte die Insel, aufgrund ihres Standortes, eine wichtige Rolle in den Pioniertagen der Luftfahrt. A, B, und C - Alcock, Brown, und ClifdenEs war der Sommer des Jahres 1919. Europa, geschunden und ausgemergelt von vier Jahren Krieg, war in den Klauen der Spanischen Grippe gefangen. Deutschland war dabei, sich selbst zu zerfleischen, Russland ging es nicht viel besser, und in den USA war der 18. Zusatz …