Was macht das Schiff auf der Straße?

Eigentlich sollte es ja ein ruhiges, entspanntes Wochenende werden, aber wie so oft kommt es anders als man denkt! So auch dieses mal. Ich bin kaum bei meinen Eltern in Speyer angekommen, da überrumpelt mich mein Vater schon mit der Info das eine neue Attraktion auf dem Weg zum Technikmuseum in Speyer ist. Es handelt sich um die John T. Essberger, ein Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Planmäßig soll sie am Samstag vom Rhein zum Technikmuseum transportiert werden, über die Straße! Damit steht das Unterhaltungsprogramm für Samstag fest!


Ich könnte jetzt viel schreiben über das was da passiert ist, aber bei so einem Ereignis lasse ich lieber Bilder sprechen:



Noch ein neuer Kandidat fürs Technikmuseum: Eine C-160 Transall


Werner, die Russen kommen!


Ist diese MIG-21 neu oder hab ich sie beim letzten Besuch einfach übersehen?


Die Maschine trägt noch das Wappen ihrer letzten Einheit, des LTG 61.






Da kommt er! - Hinter den Heckleitwerken kann man die John T. Essberger bereits erkennen.



Das Empfangskommando wartet schon...



Frage für die Fahprüfung: Wie verhalten sie sich wenn ihnen auf der Straße ein 300-Tonnen-Schiff entgegenkommt?




Bitte in Einhundert Metern Rechts Abbiegen...






...jetzt rechts abbiegen...






Wie war das noch mal? Wenn's kracht noch 'n Meter?




Wie soll man DAS der Hausratsversicherung klarmachen??




Alles noch mal gut gegangen.




Am Flugplatz in Speyer angekommen. Das an manchen Flugplätzen Schiffe die Einflugschneise kreuzen ist nichts ungewöhnliches, in Speyer ist es doch eher selten.





Moment mal, da fehlt was. Hat irgendwer den Hauptmast gesehen?


Ach der kommt separat, quasi im Handgepäck...




Abfahrt übersehen... Das passiert halt jedem einmal!




Der hat die beste Aussicht!


Rückwärts einparken ist angesagt...






Typisch Mann! Kaum kommt ein etwas größeres Hinterteil ins Blickfeld geraten sie völlig aus dem Häuschen!




Mal was für die Flugzeugfreunde: Eine P2006T des Italienischen Herstellers Tecnam.



"Turn next Taxiway" ... und ich dachte sowas gibts nur im Flugsimulator!



Aus dem Weg, Kleiner!!


Dem Spendenaufruf kann ich mich nur aus ganzem Herzen anschließen!!!


Jede Menge Touch and Go's am Flugplatz...













Und da kommt der Rest.


Und fast am Ziel. Ich hab schon Smartfahrer gesehen die genau so viel Platz brauchten um Rückwärts einzuparken.











Auf dem Museumsgelände angekommen. Nun muss sie "nur" noch an ihren Ausstellungsort!


Es war ein absolut beeindruckendes Erlebnis, zu sehen wie dieses nicht gerade kleine Schiff durch die Straßen bugsiert wurde. Die John T. Essberger wird mit Sicherheit eine neue Attraktion im Technikmuseum Speyer, und das zurecht. Ein derartiges Schiff verdient alle Aufmerksamkeit die es bekommt, mehr als dieser merkwürdige Küstenfrachter, die Sean O'Kelly, vor allem da die Blütezeit der Kelly Family längst vorbei ist.
Zum Abschluss will ich dieses mal noch einige Sachen loswerden, die mir selbst am Herzen liegen. Natürlich gibt es viele Menschen in Deutschland, die sich ehrenamtlich engagieren um anderen Leuten zu helfen. Sei es bei den Freiwilligen Feuerwehren, beim Roten Kreuz, bei der DLRG oder sonstigen Hilfsorganisationen. Allen diesen Menschen gebührt höchster Respekt!
Trotzdem nehmen die Männer (und Frauen?) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger eine besondere Stellung in der Gemeinschaft der Retter in Deutschland ein. Als einzige Organisation finanziert sich die DGzRS NUR durch Spenden, ohne regelmäßige Zuwendung der Gemeinden, Städte, oder Länder. Die 800 Freiwilligen und knapp 181 hauptamtlichen Mitarbeiter der DGzRS riskieren ihren Hals bei Wetterlagen, wo selbst erfahrenen Seeleuten das Herz in die Hose rutscht. "Wenn alle in den Hafen flüchten, denn fahr'n die raus," textete die Band Torfrock dann auch passend in ihrem Benefiztrack "Search & Rescue." Wie gefährlich der Job ist, zeigen nicht zuletzt die Schicksale der Rettungskreuzer "Adolph Bermpohl" und "Alfried Krupp," die einen Teil, bzw. im Fall der Adolph Bermpohl ihre komplette Besatzung im Sturm verloren haben.
Ich bitte daher die Leser dieses Blogs, den von mir gesetzten Links zu folgen und den Seenotrettern eine Spende zukommen zu lassen. Mehr als andere Organisationen haben die Jungs es sich wirklich verdient!

Danke!

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