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Mit wenig Mitteln viel ausrichten - Ein Portrait der Irischen Marine

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Wenn man an Irland denkt, dann kommen einem alle möglichen Bilder in den Sinn, von grünen Hügeln, Kirchen, Guinness, oder eventuell auch Bilder von Unruhen im Norden der Insel. Ein Bild wird aber mit Sicherheit nicht dazugehören: Das einer Irischen Marinekampfgruppe auf dem Weg in den Kampf. Das ist auch nicht wirklich weiter verwunderlich, immerhin wurde das Verteidigungsressort, ebenso wie Infrastruktur oder Innere Sicherheit lange Zeit von verschiedenen Regierungen mehr als stiefmütterlich behandelt. Und doch sind seit Monaten Irische Kriegsschiffe vorne mit dabei bei der, übrigens absolut richtigen, Operation der EU im Mittelmeer. Mit Schiffen, die oftmals nur halb so groß sind wie die der anderen EU-Staaten holen die Männer und Frauen des Irish Naval Service oftmals die gleiche Menge an Flüchtlingen an Bord. Ohne mit der Wimper zu zucken. Das es in letzter Zeit auch im deutschsprachigen Raum einiges an Interesse an diesen Operationen gibt, habe ich nicht zuletzt an ...

Die Rückkehr der Seevölker? - Gedanken zur aktuellen Flüchtlingswelle auf dem Mittelmeer

Kaum ein Thema ist in den Medien in den letzten Wochen und Monaten so hochgekocht, wie die andauernde Flüchtlingskrise im Mittelmeer. Kaum ein Tag, an dem nicht vermeldet wird, dass europäische Marinekräfte wieder einmal hunderte Flüchtlinge aus ihren teilweise wirklich lebensgefährlichen Kähnen und Flößen rausgefischt haben. Selbst die Irische Marine, weiß Gott keine beeindruckende Seemacht, hat in den knapp zwei Monaten ihres Einsatzes schon fast 3400 Menschen an Bord genommen. Die Zahlen sind so groß, dass der menschliche Verstand teilweise aussetzt. Es erinnert mich teilweise an den Geschichtsunterricht im Gymnasium in Österreich, an eine absolut faszinierende Epoche der Antiken Geschichte: Den Ansturm der Seevölker. Als kleine Auffrischung für diejenigen, deren Geschichtskenntnisse mit der Geburt von Justin Bieber aufhören: "Seevölker" ist ein Sammelbegriff für eine ganze Reihe von Angreifern, die im 12. Jahrhundert vor Christus über den östl...

Vom Lee zum Liffey - Ein Wochenende in Dublin

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Man kann es nicht anders sagen, die letzten Tage waren bemerkenswert. Nicht nur das Irland für mehrere Tage puren Sonnenschein genießen durfte, was in diesem Land als Sensation und Hitzewelle durchgeht, ich bin auch freiwillig nach Dublin gefahren. Wer seit längerem meine beiden Blogs liest, der weiß, das ich keine allzu gute Meinung über die Stadt am Liffey habe. Nachdem ich jedoch Ende Januar zwei aus Diskretionsgründen nicht näher benannte Verwandte am Flughafen Dublin in Empfang genommen hatte, und dafür eine Nacht in Dublin verbracht hatte, dachte ich mir, das es nicht schaden kann, die Stadt trotzdem mal zu erkunden. Man soll ja nix verteufeln, was man nicht selbst ausprobiert hat. Für die Anreise gab es eigentlich nur eine Alternative: Die Bahn. Wer mich kennt, der weiß, das ich Busfahrten, nun ja, nicht gerade verabscheue, sich meine Begeisterung jedoch arg in Grenzen hält. Nachdem es jedoch keine Direktflüge zwischen Cork und Dublin gibt, was mit Verlaub, auch ziemlicher Sc...