Ostheim - Auferstanden oder Ruine?

In einem früheren Post hatte ich bereits von der Sperrung des Bürgerhauses Ostheim geschrieben. Wie nun diverse Presseorgane, unter ihnen die Frankfurter Rundschau, oder Rhein-Main.net berichten wird das Bürgerhaus bis mindestens 06.08.2010 gesperrt bleiben! Die "Begeisterung" der lokalen Vereine in Nidderau Ostheim kann man sich sicherlich denken!
 Das Rätselraten um die Ursache hält unterdessen an. Auch Experten stehen vor einem Mysterium angesichts der Bodensenkungen. Ist es die Faulschlammschicht, von der ich in meinem ersten Post geschrieben hatte? Wieso sind die Schäden dann erst im April aufgetreten? Das Bürgerhaus steht ja bekanntlich schon etwas länger. Und vor allem, wieso äußert sich die Stadt Nidderau nicht zu dieser Problematik?
Der Nidderauer Bürgermeister Schultheiß hatte zwar PR-wirksam verlautbaren lassen, er wolle in Nidderau "...kein zweites Bad Reichenhall..." erleben, zu dieser Verlängerung der Sperrung hat es allerdings außer einer knappen Pressemitteilung nichts von seiten der Stadt Nidderau zu hören gegeben. Will man wirklich nur den Experten genug Zeit für ihre Arbeit geben? Oder doch eher verhindern das eventuelle Leichen der Amtsvorgänger von Herrn Schultheiß an die Oberfläche kommen? Es wäre ja nicht das erste mal das offizielle Stellen so eine Salamitaktik anwenden, die Kölner U-Bahn ist hierfür ein unrühmliches Beispiel.
Die Stadt sollte in dem Zusammenhang auch bedenken welche Auswirkungen diese Vorgehensweise auf die lokale Wirtschaft hat, hier im wahrsten Sinne des Wortes. Für die Gaststätte im Bürgerhaus wird das nun schon monatelang andauernde Debakel langsam zur Bedrohung für ihre Existenz. Viele Gäste folgen nämlich einem intellektuellen Herdentrieb der sie glauben lässt, auch im Gasthaus würde ihnen der Himmel (bzw. die Decke) auf den Kopf fallen. Daher sollte die Gemeinde möglichst schnell Fakten schaffen damit auch für die Wirtin im Bürgerhaus wieder Planungssicherheit herrscht. Ansonsten könnte aus dieser Geschichte schnell eine Lektion zum Thema "Wie man einen bereits halbtoten Ortskern entgültig um die Ecke bringt" werden.

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